Heinz-Sielmann-Schule

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Spanisch - ein Schulfach mit Zukunft

Dezember 2015

 

 Zwei Studienrätinnen der Sekundarschule blicken zurück

Seit drei Jahren bietet die Heinz-Sielmann-Schule ab Jahrgangsstufe 6 das Wahlpflichtfach Spanisch an. Damit hat die HSS ein attraktives Fremdsprachenangebot, das ab Jahrgangsstufe 8 durch das Fach Französisch ergänzt wird. Grund genug, dass die beiden Studienrätinnen Jelena Kleine-Eickhoff und Vera Lückingsmeier einmal zurückblicken und ihre Erfahrungen mit diesem neuen Fach schildern.

Sp Luk KEVera Lückingsmeier (links im Bild), Jelena Kleine-Eickhoff (rechts im Bild)

Frau Lückingsmeier, welchen Stellenwert hat die Sprache Spanisch heute neben den etablierten Fächern Englisch und Französisch?
Vera Lückingsmeier: Spanisch ist nach Englisch die am meisten verwendete Sprache in der internationalen Kommunikation. Darüber hinaus ist sie in 21 Ländern die offizielle Sprache. Für die Schüler/innen bedeutet dies, dass sie mit Spanisch eine Fremdsprache erlernen können, deren praktische Anwendung sie in den Ferien in vielen verschieden Urlaubsregionen testen und vertiefen können. Zudem verschafft der Spanischunterricht Einblicke in den Alltag, die Traditionen sowie die Geschichte Spaniens und Südamerikas und ermöglicht Begegnungen mit Musik, Kunst, Literatur, Film oder kulinarischen Spezialitäten.

Frau Kleine-Eickhoff, in welchem Umfang wird das Fach Spanisch an der HSS unterrichtet?
Jelena Kleine-Eickhoff: An der Heinz-Sielmann-Schule gilt das Fach Spanisch als Hauptfach. Im 6. Jahrgang beginnt der Erwerb der Fremdsprache mit zwei Wochenstunden. In den Jahrgängen 7 - 10 kommt jeweils noch eine Unterrichtsstunde pro Woche dazu.

Frau Lückingsmeier, wie sind Ihre Unterrichtserfahrungen mit Spanisch an der Oerlinghauser Sekundarschule?
Vera Lückingsmeier: Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit dem Fach Spanisch gemacht. Wir erleben die Schüler/innen, die Spanisch gewählt haben, als sehr motivierte und ehrgeizige Schüler/innen, die Spaß an dem Erlernen einer weiteren Fremdsprache (neben Englisch) haben.
Durch spielerisches Lernen sind die Schüler/innen schnell in der Lage, erste Sätze zu sagen und kurze Dialoge auf Spanisch zu führen. Durch den Beginn mit zwei Wochenstunden im Jahrgang 6 wird das Lerntempo bzw. die Lernprogression deutlich reduziert. Die Schüler/innen können durch viele Wiederholungsphasen ihr erstes spanisches Vokabular festigen und austesten. Der Unterricht in den höheren Jahrgängen ist ebenfalls durch ein angenehmes Lerntempo gekennzeichnet, so dass die Schüler/innen ausreichend Zeit zur Vertiefung und Anwendung des Gelernten erhalten.

Frau Kleine-Eickhoff, was sollte man bei der Wahl dieser Fremdsprache unbedingt beachten? Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die Schülerinnen und Schüler mitbringen sollten?
Jelena Kleine-Eickhoff: Zunächst einmal können alle, die Lust haben Spanisch zu lernen, den Profilkurs ab Klasse 6 wählen. Als vorteilhaft hat sich in den letzten Jahren jedoch erwiesen, wenn die Schüler/innen Spaß und ein klares Interesse an Fremdsprachen mitbringen. Des Weiteren ist auch die Bereitschaft der Schüler/innen notwendig, regelmäßig und selbstständig (auch Zuhause) an Grammatik und Wortschatz zu arbeiten, um somit einen vollständigen Erwerb der zweiten Fremdsprache zu gewährleisten.

Frau Lückingsmeier, welche Perspektiven bietet Spanisch in Bezug auf die weitere Schullaufbahn, den Besuch einer gymnasialen Oberstufe und den beruflichen Werdegang?
Vera Lückingsmeier: Das Fach Spanisch kann sowohl für die Schullaufbahn als auch für den beruflichen Werdegang unserer Schüler/innen von großer Bedeutung sein. Einerseits sind zwei Fremdsprachen notwendig, um das Abitur machen zu können. Wenn die Schüler/innen bei uns Spanisch von Jahrgang 6 bis 10 erfolgreich belegen, erlangen sie diese notwendige Voraussetzung folglich bereits in der Sekundarstufe I und müssen sie nicht in der Oberstufe nachholen. Andererseits ist Spanisch auch in vielen Bereichen des Berufslebens hilfreich. Das Cervantes Institut (das spanische Pendant zum Goethe-Institut) geht davon aus, dass die Zahl der Spanisch-Sprecher in den kommenden Jahrzehnten noch stark wachsen und somit der Einfluss des Spanischen auch in der Wirtschaft weiter zunehmen wird.

Frau Kleine-Eickhoff, Ihr Fazit?
Jelena Kleine-Eickhoff: Zusammengefasst kann man sicherlich von einem Erfolgsmodell reden, das das Profilfach-Angebot an der Heinz-Sielmann-Schule ohne Zweifel bereichert. Neben Spanisch haben die Kinder natürlich die Möglichkeit Naturwissenschaften, Arbeitslehre (mit Technik, Wirtschaft und Hauswirtschaft) oder Darstellen und Gestalten als weiteres Hauptfach zu wählen. Ein vielfältiges Angebot also, so dass jede Schülerin / jeder Schüler das eigene Profil bilden kann.